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Medien & Journalismus

Mittleres Risiko

Freie Mitarbeit in Medien — ein schmaler Grat zwischen frei und scheinselbstständig.

Freie Journalisten, Redakteure, Kameraleute und Produzenten haben in der Medienbranche eine lange Tradition. Aber die Grenzen zwischen "freier Mitarbeit" und abhängiger Beschäftigung sind oft fließend.

Besonderheiten: - Tradition der "freien Mitarbeit" bei Sendern und Verlagen - Oft programmgesteuerte Einsatzplanung (Sendetermine) - KSK-Pflicht als Indiz der Selbstständigkeit - Urheberschutz stärkt die Position

Typische Situation

Typisch: Freier Redakteur schreibt seit 5 Jahren wöchentlich für ein Magazin, nimmt an Redaktionskonferenzen teil, hat kaum andere Auftraggeber.

Branchenspezifische Risiken

  • Regelmäßige feste Sendetermine/Kolumnen
  • Redaktionskonferenzen und Dienstpläne
  • Nutzung der Sender-/Verlagsinfrastruktur
  • Langjährige Zusammenarbeit mit einem Sender/Verlag
  • Exklusivvereinbarungen

Schutzmaßnahmen

  • Für mehrere Medien gleichzeitig arbeiten
  • Eigene Themen pitchen, nicht nur Auftragsarbeit
  • KSK-Mitgliedschaft als Nachweis der Selbstständigkeit
  • Eigenes Equipment (Kamera, Schnittplatz) nutzen
  • Keine Exklusivverträge unterschreiben
  • Portfolio und eigene Plattform (Blog, YouTube) aufbauen

Typische Probleme

  • Sender/Verlage sparen Sozialabgaben durch freie Mitarbeit
  • Langjährige "Freie" werden bei DRV-Prüfung als Angestellte eingestuft
  • Nachzahlungen können Sender/Verlage in Schwierigkeiten bringen
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Rechtlicher Hinweis

Dieses Tool stellt keine Rechtsberatung dar. Die Ergebnisse dienen ausschließlich der Ersteinschätzung und Risiko-Awareness. Sie ersetzen weder eine Statusfeststellung der Deutschen Rentenversicherung (§ 7a SGB IV) noch die individuelle Beratung durch einen Rechtsanwalt oder Steuerberater. Bei konkretem Verdacht auf Scheinselbstständigkeit sollten Sie professionelle Rechtsberatung in Anspruch nehmen.